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reisen - la gomera 2005

Wir haben mit großer Vorfreude diesem Urlaub entgegengefiebert - endlich wieder einmal zu zweit verreisen - so wie früher.
Mit etwas Wehmut und fortwährenden Gedanken im Hinterkopf, meinen Eltern alles gesagt, mitgegeben, nichts vergessen zu haben, machten wir uns am 03.04.2005 früh um 7:00 Uhr auf den Weg zum Dresdner Flughafen. Elias wird es bei meinen Eltern schon an nichts fehlen, es ist ja auch nur eine Woche. Warum zum Teufel noch mal steigt trotzdem Kummer auf? oder ist das einfach nur der falsche Ausdruck dafür? Na welche Mutter lässt ihr Kind auch gern allein, selbst wenn es in den besten Händen ist - seien wir doch mal ehrlich. Jörg ging es sicherlich ähnlich. Männer können nur, bekanntlicher Weise, ihre Gefühle besser verbergen.
Um 10:00 Uhr wurden wir dann endlich in die Luft katapultiert. Nach fünf Stunden Dauersitzen oder auch gegen 14:20 Uhr kanarischer Ortszeit landete unser Flieger auf Teneriffa. Sowohl mit dem Gepäck als auch mit dem Anschlussbus zum Hafen klappte alles reibungslos. Wir erwischten sogar noch die 16:00 Uhr Fähre auf unsere Zielinsel. Nach gerade mal 40 Minuten Fährzeit waren wir endlich am Ziel, fast zumindest. Uns fehlte nur noch unser Mietwagen, der hier irgendwo bereitstand und auf unser Ankommen ab 19.00 Uhr lauerte. Damit hieß es also erst mal wieder warten. Jörg nutzte natürlich die Freizeit für seine ersten Urlaubsfotos, deshalb waren wir ja schließlich hier. Während ich diese Urlaubswoche als nachgeholte Flitterwochen bezeichnete, meinte meine Ehemann dies als Fotourlaub betiteln zu müssen. Aber egal, man ist ja kompromissbereit.



Als das Warten endlich ein Ende hatte und wir in unserem Seat auf den Weg nach Hermigua saßen, kam auch bei mir wieder Urlaubsstimmung auf.
Nach etwa 15 Minuten hatten wir unser Apartmenthaus Los Telares erreicht. Da unser Ort in den Bergen lag, war es hier im Gegensatz zum sonnigen und warmen Hafenstädtchen San Sebastian kühl und schattig.
An der Haustür hing ein Zettel, auf dem uns beschrieben wurde, wo und ab wann wir zu Abend essen können. Hungergefühl war schon vorhanden - also los. Der Gastwirt der Kneipe, ein kleiner drahtiger Mann im mittleren Alter, begleitete uns zu unserem Platz und besorgte, entgegen meiner Bedenken, ohne Probleme unsere vegetarische Kost. An diesem Abend legten wir uns sehr früh in die Betten unseres einfach ausgestatteten Apartments.
Am nächsten Morgen weckten uns unzählige, bunt durcheinanderkrähende Hähne und Autos ratterten die Straße entlang. Dabei war es doch noch stockdunkel! Na ja, es ist immerhin schon 7.30 Uhr.
Nach einem schmackhaften Frühstück setzten wir uns in unseren Wagen und entschieden uns für eine Inselrundfahrt. Auf ging es in den grünen Norden nach Agulo, weiter entlang der kurvenreichen Hauptstraße Richtung Vallehermoso. Ich hatte fast das Gefühl, die Gomeros kennen keine Geraden, aber am ersten Tag macht das "Rumkurven" noch richtig Spaß.
Danach bogen wir in den dramatischen Westen Richtung Alojera ab, wo wir auch unseren späteren Badestrand fanden. Es würde mir sicher schwer fallen, diese unglaublich vielfältigen Landschaften mit ihren einzigartigen Charakteristiken zu beschreiben. Daher ist es gut, immer einen Hobbyfotografen mit an seiner Seite zu haben, der mir diese schwierige Aufgabe anhand von Fotomaterial mittels eines "Knips" aus seiner Kamera abnimmt. Ich hoffe, ich habe mir mit dieser sagen wir mal schlichten Erläuterung keine Antipathie bei Freunden der Fotografie eingefangen.

Meeresküste bei Hermigua

bei Vallehermoso


auf dem Weg nach Alojera



am Strand von Alojera


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